Olperer (3.476 m)
Hochtour in den Zillertaler Alpen, 21. bis 22. August 2017
Teilnehmer: Diana, Elke, Niki, Alex, Ossi
Bereits mehrmals hatten wir den Olperer im Programm. Leider war uns, zumeist wetterbedingt, bisher kein Erfolg beschieden. Diesmal zeigte Petrus jedoch ein Einsehen. Nach einem Wettersturz mit Schneefall, bis ca. 2.000 m und darauffolgendem Sonnenschein zeigte sich der Olperer von seiner schönsten Seite.
Der Aufstieg zur Hütte, die für sich selbst schon einen Besuch wert ist (ausichtsreiche Lage und köstliche Kuchen), gestaltete sich als angenehme Wanderung. Freundlich wurden wir willkommen geheißen und genossen auch gleich eine der angebotenen süßen Köstlichkeiten.
Etwas sonderbar erschien uns allerdings, dass eine Gruppe vom Gipfelgang erst gegen 21:30 zurückkehrte. Das Rätsel war rasch gelöst: Sie versuchten die Überschreitung des Gipfels (Aufstieg über den Schneegupf – Abstieg über den Nordwestgrat) und hatten mit dem völlig vereisten Abstieg große Probleme. Damit war aber auch unser Plan ins Wanken geraten und wurde schließlich völlig abgeändert: Auf- und Abstieg über den Schneegupf war angesagt.
Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir. Lange und teilweise recht mühsam ging es über endlos scheinende Schutt- und Blockfelder zum Schneegupf. Die Schneeauflage der letzten Tage ermöglichte es ohne Steigeisen bis zum felsigen Einstieg des Riepengrates zu gehen. Neue Versicherungen machten den weiteren Anstieg bis zum flacheren Gratteil, der direkt zum Gipfel leitet, recht einfach. Die schwierigsten Passagen hatten wir bereits hinter uns als sich bei Teilen der Gruppe etwas Mutlosigkeit breit machte. Ossi musste nun als verantwortlicher Tourenführer eine Gewissensentscheidung treffen. Gut zureden und zum Weitergehen ermutigen, alle treten den Rückzug an – eigentlich gab es keine anderen Möglichkeiten. Ossi entschied sich für eine dritte Variante. Diana und Alex, zwei äußerst erfahrene Kletterer und Alpinisten, beide mit kürzlich absolviertem Hochtourenkurs, setzten den Weg zum Gipfel fort während er mit Elke und Niki den Rückzug antrat. Gegen 16:00 Uhr war dann die Gruppe, Diana und Alex waren am Gipfel, fröhlich und wohlbehalten wieder auf der Hütte vereint.