Skitourenwoche vom 18. bis 24 März 2017
Die Seealpen (Alpes Maritimes, Alpi Marittime) stellen die sütdlichsten Ausläufer der Alpen dar. Im Norden werden sie von den Cottischen Alpen, im Westen von den Provenzalischen Voralpen und im Osten durch den Colle die Tenda (Col de Tende) und den Ligurischen Alpen begrenzt. Im Süden erreichen sie die Küste des Mittelmeeres. Als Geheimtipp sind die Skitouren in den Seealpen leider nicht mehr zu bezeichnen. Kein Gipfel auf dem man nicht von Alpinisten umgeben ist. Leider werden auch die teilweise sehr engen Straßen zu den Ausgangspunkten von unseren so sehr geliebten nördlichen Nachbarn rücksichtslos verparkt, sodass die Zufahrt zu den versteckt liegenden Siedlungen mit größeren Fahrzeugen oft nur sehr schwer möglich ist.
| Ausgangsort: |
Wir haben uns für Acceglio entschieden. Das hervorragende Hotel Londra (http://www.hotel-londra.eu), bietet neben gemütlichen Zimmern eine ausgezeichnete Küche und zur Erholung eine kleine, sehr einfache Saune. Sehr freundliches Personal hat uns mit ausgezeichnetem Abendessen und für ital. Verhältnisse ungewöhnlich reichhaltigem Frühstück, verwöhnt.. |
| Teilnehmer: |
Birgit, Daniela, Christoph, Manfred, Peter, Ossi und natürlich Hund Mara. |
| Weitere Infos: |
Karte: Esquiat en Val Maira von Bruno Rosano (1:20.000) Führer: Charamaio mai en Val Mairo von Bruno Rosano |
Monte Saubeyran ( 2.697 m)
- März 2017
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Der Monte Saubeyran lässt sich in wunderbarer Weise zu einer herrlichen Rundtour (Giro die Laghi) ausbauen und bietet sich für uns als erste Orientierungsrunde an. Ein abwechslungsreicher Aufstieg, Anfangs durch Wald, später über steile freie Hänge führte zunächst zum Bivacco Bonelli. Nach einer kurzen Rast verlief die Route über kuppiertes Gelände zum Passo della Cavalle (2.539 m). Nordwestlich des Passes liegt der Gipfel des Monte Saubeyran zum Greifen nahe. Die Abfahrt führte über den Passo della Fea und zurück zur Aufstiegsspur im Bereich des Lago Visaisa. Obgleich der Schnee in tieferen Lagen tief und sulzig war die Abfahrt bis zum Parkplatz möglich. |
| Ausgangsort: |
Stausee bei Saretto |
| Höhenunterschied: |
Aufstieg/Abfahrt ca. ca 1.200 Hm |
| Schwierigkeit: |
III |
Punta Eco (Vorgipfel, ca. 2.600 m)
- März 2017
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Vorbei am Rif. Viviere, (diese Hütte würde sich als Quartier für eine interessante Skitourenwoche anbieten) führte unsere Route, zunächst durch Wald, zur völlig frei gelegenen Alm Prato Ciorliero. Wir überquerten den flachen Almboden und setzten unseren Aufstieg in südwestlicher Richtung zum Passo della Gardetta (2.440 m) fort. Unser eigentliches Ziel, der Aufstieg zum Colletto Emanuele von Süden und die Abfahrt nach Norden mussten wir, wegen der bereits völlig durchweichten Schneedecke und dem äußerst steilen Anstieg zum Colletto aufgeben. Ein Ersatzziel war rasch gefunden: Die Punta Eco. Um die tollen Firnverhältnisse für die Abfahrt nicht zu versäumen entschlossen wir uns die Tour beim Skidepot zu beenden und die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Wir haben den Entschluss nicht bereut! Wunderbarer, südlicher Frühlingsfirn ließ, zumindest während der ersten Hälfte der Abfahrt, jeden Schwung zu einem Hochgenuss werden. |
| Ausgangsort: |
Fahrweg zwischen Pratotorondo und Viviere |
| Höhenunterschied: |
Aufstieg/Abfahrt ca. ca 1.000 Hm |
| Schwierigkeit: |
II |
Bric Cassin (2.637 m)
- März 2017
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Der Bric Cassin, als Nachbar unserer gestrigen Tour bietet als besonderen Skileckerbissen einen ca, 35 – 40 ° geneigten Hang von rund 300 Höhenmetern. Wir stiegen daher neuerlich den ersten Teil des bereits bekannten Anstieges in Richtung Passo della Gardetta auf, hielten uns im oberen Teil des Anstieges jedoch deutlich nördlicher. Über einen unschwierigen, sehr weitläufigen Hang erreichten wir den südöstlichen Vorgpifel des Bric Cassin. Heute hatten wir ausreichend Zeit und konnten auf den idealen Zeitpunkt für die Abfahrt warten. Vor uns lag einer jener Hänge bei denen man ohne Unterbrechung Schwung an Schwung reiht bis die Oberschenkel zu einer kurzen Verschnaufpause zwingen. |
| Ausgangsort: |
Fahrweg zwischen Pratotorondo und Viviere |
| Höhenunterschied: |
Aufstieg/Abfahrt ca. ca 900 Hm |
| Schwierigkeit: |
III – IV |
Monte Ciaslarás (3.002 m)
- März 2017
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Diese Tour führte uns in den Talschluss des Val Maira. Über einen ziemlich schlechter Fahrweg erreichen wir die Schneegrenze, die Zahl der bereits geparkten Autos verriet, dass es sich bei unserem heutigen Ziel eher um eine Modetour handelt. Zunächst ging es in angenehmer Steigung durch das Valle dell‘ Infernetto bis auf ca. 2.500 m. Dort teilte sich das Tal, wir folgten dem Valle dell‘ Infernetto Occ. und erreichten über einen sehr steilen Aufschwung den C. Ciaslarás. Den allerletzte Aufschwung zum Gipfel bewältigten wir ohne Skier. Auch heute konnten wir in der strahlenden Sonne den richtigen Zeitpunkt für di Abfahrt abwarten und den wahrlich berauschenden Rundblick genießen. Wie in den Tagen vorher war die Abfahrt im butterweichenFirn ein Hochgenuss. |
| Ausgangsort: |
Grange Ciarviera (ca. 1.900 m) |
| Höhenunterschied: |
Aufstieg/Abfahrt ca. ca 1.100 Hm |
| Schwierigkeit: |
II, Gipfelhang III |
La Repiatetta (2.646 m)
- März 2017
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Während der Nacht hat sich das Wetter schlagartig geändert: Neuschnee in höheren Lagen und Regen ließen die Chancen auf eine weitere tolle Skitour stark sinken. Wir entschlossen uns nochmals zu einer Tour, ausgehend von Viviere. Im Nebel stiegen wir hinauf zur Alm Alm Prato Ciorliero. Diesmal führte der weitere Weg durch lichten Lärchenwald ins Vallone Costa Denti. Auf Höhe der Caserne dell‘ Escalon mussten wir jedoch einsehen, dass die Fortsetzung der Tour völlig sinnlos und auch nicht ungefährlich wäre. Starker Nebel und einsetzender Schneefall machte jede Orientierung weitgehend unmöglich und zwangen uns zur Umkehr. |
Leider verschlechterte sich das Wetter weiter, sodass wir am 24. März – einen Tag früher als geplant – die Heimreise antraten. Eine wunderbare Tourenwoche ist damit zu Ende gegangen. Vielleicht bietet sich eine Möglichkeit eines Tages weitere Gipfel und Touren in dieser Gegend kennen zu lernen.