Kawendelmarsch-Variante im Winter

27. – 28. Februar 2016
von Scharnitz nach Pertisau

Für unsere Gruppe eher ungewöhnlich brachte uns diesmal die Bahn von Innsbruck zum Ausgangspunkt unserer Tour in Scharnitz. Ziel unserer Tour war Pertisau wobei wir bis zur Falkenhütte der Route des sommerlichen Karwendelmarschs folgten Vor uns lag eine Strecke von ca. 51 km und ein Höhenunterschied von insgesamt 2.050 m.
Teilnehmer: Birgit, Daniela, Nina F., Axi, Christoph, Kurt, Peter, Ossi, Hund Mara.

27. Februar 2016: Scharnitz – Falkenhütte
Aufbruchsstimmung (zum Vergrößern anklicken)

 

Rund 45 min. hieß es die Skier schultern. Erst nach und nach lag auf dem Fahrweg ausreichend Schnee um die Skier, nun kraftschonender, zum Einsatz zu bringen. Erst ab der Angeralm, nach ca. 3 Stunden Gehzeit begrüßte uns weitgehend unverspurte „Karwendelwildnis“. Eine uralte, Skispur die kaum noch zu erkennen war verlor sich allmählich im Wald. So erreichten wir nach ca. 6 Stunden die Lochalm, unweit des Karwendelhauses. Vor uns lag nun der Übergang zum Hochalmsattel ehe es an die erste Abfahrt ging. Ossi versuchte die Tour mit den Backcountry Skiern. Bereits während dieser ersten von insgesamt drei Abfahrten kam er jedoch zur Einsicht, dass die langen schmalen Latten für den alpinen Bereich kaum das ideale Fortbewegungsmittel sind. Ziemlich genervt und erschöpft kam aber auch er irgendwann am Kleinen Ahornboden an. Vor uns lag der Aufstieg zur Falkenhütte. Es dämmerte bereits als die Ersten die Hütte erreichten und der Schreck war ziemlich groß. Der Winterraum der im Normalfall für ca. 10 Personen Platz bietet war bereits jetzt voll. Eine Gruppe unserer, so beliebten nördlichen Nachbarn, wollte einfach einmal das große Abenteuer „wir pennen im Winterraum“ erleben. Als Skitourenstützpunkt ist die Hütte – mit Ausnahme der großen Durchquerung so wie wir sie vorhatten überhaupt nicht erforderlich. Die einzige Skitour im Hüttenbereich, der Mahnkopf weist gerade einmal 1.000 Höhenmeter vom Tal auf!

 

28. Februar 2016: Falkenütte – Pertisau
Plumsjoch (zum Vergrößern anklicken)
Plumsjoch (zum Vergrößern anklicken)

Nach einer ziemlich üblen Nacht mit nur sehr wenig Schlaf begann die heutige Tour mit der Abfahrt zum Lalidersalm-Niederleger. Bleigraue Wolken am Himmel trugen zur Hebung der Stimmung auch nicht gerade bei. Niemand hatte Lust nun auf’s Hohljoch aufzusteigen und zur Engalm abzufahren. Rasch wurde umgeplant und die Route durchs Laliderertal hinaus ins Rißtal eingeschlagen. Dort teilte sich die Gruppe. Ossi mit seiner weitgehend untauglichen Ausrüstung, Peter mit Fellproblemen und Birgit der, unser ansonsten überraschend braver Hund, immer wieder Zusatzaufgaben stellte (Hund der entlaufen wollte wieder einfangen, Hund der absolut nicht an der Leine laufen wollte….) entschlossen sich der Loipe hinaus nach Hinterriss zu folgen. Der Rest der Mannschaft stieg nun vom Risstal auf zum Plumpsjoch, Bei eher bescheidenen Schneeverhältnissen ging’s , sehr steil, hinunter zur Gernalm. Die letzten 6 km führten, der Loipe entlang, nach Pertisau. Damit war das Ziel „Karwendelmarsch im Winter“, wenn auch mit Hindernissen erreicht.

Weitere Informationen zur Tour.