Skitourenwoche Heidelberger Hütte
6. – 12. Februar 2016
Silvretta
Teilnehmer: Kurt, Peter, Ossi H.Die Heidelbergerhütte war ja nur eine Notlösung. Ursprünglich wollten wir den Gipfel der Kreuzkofelgruppe (La Varella Hütte) unsere Aufwartung machen. Leider fehlte in Südtirol jedoch die dazu erforderliche weiße Pracht.
| 7. Februar 2016 – Hüttenanstieg |
| Ganz unsportlich legten wir den langen, flachen Anstieg zur Hütte in den Abendstunden mit der Pistenraupe zurück. Ein ganz großes Dankeschön gebührt dem Fahrer des Ungetüms, hat er doch trotz unserer Verspätung geduldig auf uns gewartet. Das Knattern der Fahne vor der Hütte ließ eine Vorahnung auf das Wetter der kommenden Tage zu. |
| 8. Februar 2016 – Breite Krone (3.079 m) |
![]() anklicken) Der abendliche Wind vom Vortag hat keinesfalls nachgelassen. Bei bester Sicht verließen wir die Hütte und folgten zunächst der langen flachen Spur in südlicher Richtung bis auf ca. 2.600 m. Dort wendeten wir uns nach Westen und stiegen über gut gestuftes Gelände in das sogenannte falsche Kronenjoch (Skidepot). Den Gipfel erreichten wir, zu Fuß, der mittlerweile eiskalte Wind hat merklich zugelegt und so fiel die Gipfelrast denkbar kurz aus. Völlig unerwartet bescherte uns die Abfahrt beste Verhältnisse. |
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| 9. Februar 2016 – Spi d‘ Ursanna (2.885 m) |
![]() Der Wind hatte in der Nacht merklich zugelegt und das Thermometer zeigt kühle – 15 ° als wir die Hütte verließen. Kurzzeitig gings Richtung Fimbapass um dann in südlicher Richtung unserem Ziel zuzustreben. Über Kuppen und kleine Tälchen erreichten wir ohne einer Menschenseele zu begegnen einen flachen weiten Talboden. Vor uns lag ein mächtiges, sehr beeindruckendes Hochkar. Bei näherer Beurteilung fanden wir jedoch eine Routenführung die uns auch bei Lawinenwarnstufe III durchaus sicher schien. Der Sattel vor dem Gipfel war dann auch rasch erreicht. Auch heute war der unmittelbare Gipfelanstsieg nur zu Fuß möglich. Den Versuch noch einen zweiten Gipfel mitzunehmen mussten wir jedoch wegen des mittlerweile immer stärker werdenden Sturmes abbrechen. |
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| 10. Februar 2016 – fast ein Hüttentag |
| Während der Nachtstunden hat sich das schon seit zwei Tagen ankündigende schlechte Wetter Einzug gehalten. Starker Wind, kaum Sicht und heftiges Schneetreiben führten dazu, dass wir zunächst das Frühstück sehr lange ausdehnten. Es folgte der Griff zu einem Paket von Spielkarten und die damit unweigerlich verbundenen Diskussionen um Spielregeln. Erst gegen 14:00 Uhr besserte sich das Wetter soweit, dass wir noch eine Minitour in Angriff nehmen wollten. Abermals folgten wir der Route in Richtung Fimberpass. Die Mulden durch die der Anstieg führt waren voller Triebschnee und so erreichten wir statt des Fimberpasses den Pass dals Gips (2.593 m) südlich des Piz Davo Sasse. Die Sicht hatte sich mittlerweile wieder stark verschlechtert und so blieb als einzige Möglichkeit der Abfahrt ein hinuntertasten entlang der Aufstiegsspur. |
| 11. Februar 2016 – Larainferner Joch (2.853 m) |
![]() Einfach war die Auswahl eines Tourenzieles heute nicht. Strahlend blauer Himmel, völlige Windstille und Lawinenwarnstufe IV. Wir beschlossen einen Versuch in Richtung Larainferner Joch zu starten. Frühaufsteher haben uns für den ersten Teil die Arbeit des Spurens abgenommen. Lange folgten wir dieser Spur allerdings nicht. Mit unüberbietbarer Zielsicherheit führte sie, trotz bester Geländebeschaffenheit immer direkt unter gewaltige Steilhänge. In sicherem Respektabstand von diesen Hängen legten wir dann unsere eigene Spur an. In einem Hochtal auf ca. 2.700 m zeigte sich allerdings, dass an den Aufstieg zur Larainfernern Spitze nicht zu denken war. Nach langem Überlegen haben wir uns entschieden über einen sehr schwach ausgeprägten Rücken auf das Larainferner Joch zu gehen. Am Joch angekommen zeigte sich allerdings, dass der Gipfel bei den herrschenden Verhältnissen auch von dort nicht zu erreichen war. Die Schneeverhältnisse entschädigten uns bei der Abfahrt allerdings reichlich für den entgangenen Gipfel. |
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| 12. Februar 2016 – Piz Val Gronda (2.812 m) |
![]() Der Piz Val Gronda, dieses traurige Beispiel für völlig sinnlose Erschließungstätigkeit die vermutlich noch lange nicht abgeschlossen ist, war unser letztes Tourenziel in dieser Woche. Bei heute wieder stärkerem Wind zogen wir in weitgehend einsamer, wunderschöner Landschaft unsere Spur in Richtung Gipfel. Es mutete beinahe wie ein Schock an, als die riesige Seilbahngondel dann auf 2,812 m Höhe rund 150 Skifahrer ausspukte die sich, manche mehr schlecht wie recht, die Piste hinunterplagen. Einziger Vorteil dieser Abfahrt für uns: Wir ersparten uns den doch ziemlich flachen Teil der normalen Hüttenabfahrt. Dazu hätte es allerdings der öden Pisten ohne besonderen landschaftlichen Reiz auch nicht bedurft. Interessante Artikel zur Erschließung des Piz Val Gronda gibt’s hier. |
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Teilnehmer: Kurt, Peter, Oswald H.



