Klettertage in den Lienzer Dolomiten (2. – 5. Juli 2015)

Umgeben von lockenden Felswänden, Graten und Kanten liegt die Karlsbaderhütte in unmittelbarer Nähe des Laserzsees in den Lienzer Dolomiten. Ungewöhnlich schönes stabiles Wetter sind weitere Zutaten für wohlschmeckende Klettertage in dieser Region.
Teilnehmer Kurt, Ossi (die 125er Seilschaft)

 

2. Juli 2015 Aufstieg zur Karlsbaderhütte (2.261 m)

Karlsbaderhütte
Die hochsommerliche Hitze ließ sogar die Fahrt von Innsbruck nach Lienz zur schweißtreibenden Arbeit werden. Der Anstieg zur Hütte war dagegen trotz der Rucksäcke mit Kletterausrüstung fast schon eine Erholung.
Ausgangspunkt: Parkplatz unweit der Dolomitenhütte (ca. 1.600 m)

 

3. Juli 2015 Kl. Gamswiesenspitze (2.454 m) – Nordostkante

Kurt in der zweiten Seillänge
Diese ungewöhnlich schöne Kletterei, die zumindest in der ersten Hälfte eher als Wand- und Risskletterei in Erscheinung tritt, ist beinahe ein Muss wenn man in dieser Gegend unterwegs ist. Sie ist, entgegen anderen Beschreibungen in einem online abrufbaren Topo, hervorragend abgesichert. Der Abstieg ist, nochmals im Widerspruch zu obigem Topo, in Form eines Miniklettersteiges, ebenfalls ausreichend versichert. Abseilen ist nicht erforderlich. Auch die im Topo angeführte Ver-Stelle in der 4. Seillänge ist in den Bereich der Märchen zu verweisen.
Ausgangspunkt: Karlsbaderhütte
Exposition: NO
Schwierigkeit: IV einige Stellen, sonst III; 7 Seillängen

 

4. Juli 2015 Kl. Laserzwand (2.568 m) – „Bügeleisenkante“

Kurt und die noch vorhandenen Theniushaken
Die Bügeleisenkante ist ein echter Klassiker in den Lienzer Dolomiten. Nachdem sie um 1969 von Alfred Thenius mit seinen unsinnigen Haken beinahe zum Klettersteig saniert wurde zeigt sie sich heute, zumindest teilweise von diesen sinnlosen Dingen befreit, wieder als hübsche anregende Kletterei. Bleibt zu hoffen dass sich auch für den störenden „Thenisu-Rest“ noch eine mitfühlende Seele findet und die Kante säubert.
Ausgangspunkt: Karlsbaderhütte
Exposition: N
Schwierigkeit: III+ eine Stelle, sonst III und nach oben hin immer leichter; 12 Seillängen.

 

5. Juli 2015 Seekofel (2.738 m) – westl. Nordwand „Eller“
Es blieb beim Versuch an dieser uralten Routen. Zwar wurde sie zwischenzeitlich saniert, besticht aber in erster Linie immer noch durch splittriges Gestein. Bereits die Handhabung des Seiles setzt den Seilzweiten, zumindest zeitweise, beträchtlichem Beschuss aus. So haben wir es beim Versuch belassen.