Zuckerhütl (3.507 m)

Hochtour 24. – 26. Juli 2016
Teilnehmer: Nina B., Michael, Peter, Thomas, Ossi

Das Zuckerhütl stand schon ganz lange auf Michaels Wunschliste und so machten wir uns auf den Weg um eine weitere Tour auf dieser Wunschliste als erledigt abzuhaken. Von der ehemaligen Schönheit dieses früher nahezu ganzjährig überfirnten Gipfels ist kaum noch etwas zu erahnen. Der Gletscherrückgang hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Der Gipfelaufbau präsentiert sich heute Felsig, die einst hübsche Nordflanke ist nur noch zu erahnen.

24. Juli 2016 – Anstieg zur Hildesheimer Hütte
Hildesheimer Hütte (Bild zum Vergrößern anklicken)
Hildesheimer Hütte (Bild zum Vergrößern anklicken)

Bei bestem Wetter und im Eilschritt durchwanderten wir das im Sommer unsagbar hässliche Stubaier-Gletscher-Skigebiet. Baumaschinen, ein wildes Gewirr an Liften, Seilbahnen und Betonklötzen verunstalten die Landschaft auf grauenhafte Weise. Trotzdem haben auch wir der Bequemlichkeit nachgegeben und die Seilbahn für den Zustieg zur Hütte benützt.

Schwierigkeit: Wanderung, teilweise über Gletscher
Höhenunterschied: Ca. 350 m
Weiterführende Links: Hildesheimer Hütte

 

25. Juli 2016 – Zuckerhütl (3.507 m – Sulzenauerhütte
Bild zum Vergrößern anklicken
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Nebel- und Wolkenfetzen hängen am Morgen in der Luft als wir zum See unterhalb der Hütte absteigen. Einige Vesicherungen erleichtern den Weg. Auf gutem Steig ständig leicht ansteigend erreichen wir den Pfaffenferner und das Pfaffenjoch (3.208 m). Dort wechseln wir auf den obersten Teil des Sulzenauferners. Eine dicke Nebelsuppe umgibt uns während wir zum Pfaffensattel gehen. Nach einer kurzen Pause steigen wir die letzten 150 Höhenmeter über teilweise etwas brüchiges Felsgelände, teilweise aber auch in anregender ganz leichter Kletterei dem Gipfel zu. Unseren ursprünglichen Plan, über den Wilden Pfaff zur Müllerhütte abzusteigen, mussten wir leider aufgeben. Aufkommender leichter Regen und unser nicht gerade berauschendes Tempo mahnten zum raschen Abstieg. Wir wählten den im Sommer kaum noch begangenen Abstieg über den Sulzenauferner zur gleichnamigen Hütte – ein ungewöhnlich mühsamer Abstieg wie sich noch zeigen sollte. Nachdem wir den Gletscher hinter uns gelassen hatten mussten wir uns im mittlerweile ziemlich stark gewordenen Regen unseren Abstieg über grobblockiges Geröll mühsam suchen. Tropfnass aber wohlbehalten erreichten wir schließlich gegen Abend die Hütte. Dass die von uns gewählte Route nicht mehr begangen werden sollte scheint weder auf der Homepage der Hütte auf (im Gegenteil dort wird die Route sogar als Aufstieg beschrieben!!!) noch ist dies sonst irgendwo ersichtlich oder kundgemacht!
Ein ganz großes Kompliment ist hier Michael zu machen. Er hat es, entgegen anders lautender Prognosen, auf den Gipfel und natürlich auch zurück ins Tal geschafft!

Schwierigkeit: Hochtour; F (Fels vereinzelt II)
Höhenunterschied: Ca 750 Hm
Weiterführende Links: Sulzenauer Hütte

 

26. Juli 2016 – Großer Trögler (2.902 m) – Dresdner Hütte
Ossi studiert das Gipfelbuch am Trögler
Ossi studiert das Gipfelbuch am Trögler

Während der Nacht hat sich das Wetter wieder gebessert, einer weiteren Tour stand also nichts im Wege. Der Große Trögler mit anschließendem Abstieg zur Dresdner Hütte bot sich als lohnendes Ziel an. Der sehr schön angelegte Wanderweg wird an exponierteren Stellen durch Versicherungen vorbildlich entschärft. Ca. 2 Stunden nachdem wir die Hütte verlassen hatten standen wir, mittlerweile wieder von Wolken und Nebel umgeben, am Gipfel des Großen Trögler. Der Abstieg zur Dresdner Hütte war dann rasch erledigt. Unsportlich ließen wir uns von der Seilbahn wieder zurück an den Ausgangspunkt bringen.

Schwierigkeit: Schwarzer Bergweg
Höhenunterschied: Ca. 800 m
Weiterführende Links: Sulzenauer Hütte – Großer Trögler