Hochtouren in der nördl. Glocknergruppe
9. – 11. Juli 20164. Juli 2016
Teilnehmer: Nina B., Peter, Thomas, Ossi
Ähnlich wie der alles beherrschende Großglockner leiden die Gipfel zwischen Heinrich Schweiger Haus und Oberwalderhütte auch nicht gerade unter Einsamkeit. Trotzdem hält sich das Gedränge aber in überschaubaren Grenzen. Durch den dramatischen Geltscherrückgang haben die Touren allerdings sehr an Attraktivität verloren.
| 9. Juli 2016 – Anstieg zum Heinrich Schweiger Haus. | |
![]() Unangenehmer Regen empfing uns als wir beim Kesselfall Alpenhaus den Bus bestieg der uns, in Verbindung mit dem Schrägaufzug, hinauf zum Mooserboden brachte. Allmählich lichtete sich die Wolkendecke etwas und wir konnten uns, ohne Regenschutz, auf den Weg zur Hütte machen. Steil zieht sich der Weg hinauf zu der bereits vom Start weg sichtbaren, restlos ausgebuchten Hütte. Ohne Reservierung bliebe hier nur der Platz in der Besenkammer und die ist in dieser Hütte winzig klein! Gegen Abend zeigte sich sogar noch die Sonne. |
|
| Schwierigkeit: | Wanderung |
| Höhenunterschied: | Ca. 760 m |
| Weiterführende Links: | Heinrich-Schwaiger-Haus |
| 9. Juli 2016 – Großes Wiesbachhorn (3.564 m) | |
![]() Dieser großartige Gipfel mit seiner ehemals gewaltigen Nordwestwand (eine der ganz großen klassischen Eisanstiege in der Glocknergruppe) ist der dritthöchste Gipfel in der Glocknergruppe. Wir hatten heuer das seltene Glück, dass diese Gegend einen ungewöhnlich schneereichen Winter erlebte. So konnten wir den Anstieg über den Kaindlgrat nahezu so wie vor 35 Jahren, als wunderbaren Firngrat, erleben. Bereits wenigen Meter nach der Hütte erreichten wir den versicherten Abschnitt der auf den unteren Fochezkopf leitet. Rasch war dieser Teil überwunden und wir erreichten den herrlichen Finrgrat der hinauf zum Oberen Fochezkokpf leitet. Dort, wo sich dieser Grat mit dem Kaindlkees vereinigt haben wir den Grat in einem leichten Rechtsbogen verlassen. Über den Gletscher, später über ein Schuttfeld erreichten wir den Gipfelgrat und in wenigen Schritten den Gipfel. Für Nina und Thomas war es nicht nur die erste Hochtour dieser Art sondern auch der höchste Gipfel den sie bisher erreichten. |
|
![]() Abstieg: Zunächst ging es, entlang der Aufstiegsroure zurück zum Kaindlkees und über die Wielingerscharte zum Abstieg über „Die Bratschen“ in Richtung Schwarzenberghütte. Es folgte ein kurzer Felsbuckel der mit Hilfe einiger Versicherungen ohne Schwierigkeiten zu überwinden war. Der weitere, gut markierte Weg wurde immer wieder von trügerischen Schnee- und Eisfeldern unterbrochen. Mittlerweile verfinsterte sich der Himmel, Gewittertürme bauten sich rund um uns auf und mahnten zur Eile. Nun galt es aber erst noch eine vom Gletscher glatt polierten, teilweise nasse glatte Felspassage zu überwinden. Seillänge um Seillänge musste da hinunter gesichert werden – die Folgen eines Ausrutschers wollte sich keiner von uns vorstellen. Als letztes Hindernis galt es nun noch einen steilen Firnhang abzusteigen. Zum Glück hatte sich das drohende Gewitter wieder verzogen und wir erreichten wohlbehalten die winzig kleine aber urgemütliche Schwarzenberghütte. |
|
| Schwierigkeit: | Grundsätzlich wenig schwierige (PD) Hochtour. |
| Höhenunterschied: | á ca. 800 m; â ca. 1.300 m |
| Weiterführende Links: | Grosses Wiesbachhorn |



