26. – 29. Mai
Teilnehmer: Birgit, Nina, Sylvia, Ingo, Thomas, Ossi
Die Steyr ist ein Fluss der, abgesehen vom Stromboding, den III. Schwierigkeitsgrat nicht übersteigt. Zudem bietet das nahe gelegene Tote Gebirge herrliche Bergtouren. Ein Einkauf in der Klosterkäserei von Schlierbach und ein abendlicher Besuch bei einem Mostheurigen sollten dann auch nicht fehlen.
Untere Steyr – 26. Mai
Sylvia im Kampf mit einer Walze
Nachdem wir uns unweit des Zusammenflusses von Steyr und Teichl am Campingplatz am Elisabethsee häuslich niedergelassen haben ging‘s gleich ins Wasser. Unser Ziel war die landschaftlich wunderschöne untere Steyr zwischen dem Kraftwerk in Agonitz und Haunoldmühle. Vom Start weg, unterhalb des Kraftwerkes Agonitz, bot der ca. 10 km lange Abschnitt, besonders für die weniger geübten Paddler unter uns, immer wieder anregende Spielstellen. Wenn es sich dabei auch nicht um berauschendes Wildwasser mit Stufen, Katarakten und Abfällen handelte war die Befahrung doch in sehr lohnend.
Steyr Hinterstoder bis Teichlmündung – 27. Mai (Paddeln, Klettersteig und Genuss an einem Tag)
Amm Poppenberg-Klettersteig
Eingebootet wird unterhalb des eindrucksvollen „Stromboding“-Wasserfalles unweit von Hinterstoder. Kaum zu glauben, dass dieser verwinkelte Abfall immer wieder einmal befahren wird. Die ersten paar hundert Meter unterhalb des Wasserfalles warteten gleich mit Schwierigkeitsgrad III auf und boten keine Möglichkeit zum geruhsamen aufwärmen. Trotz der teilweise großen Hochwasserschäden der letzten Jahre hat die Steyr nichts von ihrem Reiz eingebüßt. Immer wieder sorgten kleinere Stufen und Katarakte für Abwechslung. Das Sagmeisterwehr wurde erneuert und ließ sich über eine Bootsrutsche gut befahren. Allerdings sollte man sich die Sache bereits bei der Anfahrt genauer ansehen.
Nach der Paddelfahrt gab’s sozusagen als Nachtisch, den Poppenberg-Klettersteig (Schwierigkeitsgrad C, vereinzelt C+). Den Abend verbrachten wir bei tollen kulinarischen Köstlichkeinte in der Flötzerstubn, einem Mostheurigen dessen Besuch sich sehr lohnte.
Warscheneck (2.388 m) – 28. Mai
Birgit und Mara am Weg zum Gipfel
Ganz unsportlich starteten wir zu unserer Bergtour mit der Standseilbahn nordöstlich des Pyhrnpasses und ließen uns auf die Wurzeralm befördern. Das Warscheneck wollten wir in zwei Gruppen besteigen. Birgit, Sylvia und Mara, unser Mallamut-Mädl, bestiegen den Gipfel als Damengruppe über den Normalweg. Gleich nach Erreichen des Gipfels mahnten drohend schwarze Wolkenberge zum Abstieg. Die zweite Gruppe mit Nina, Ingo, Thomas und Ossi wollte den Gipfel über den SO-Grat, einem leichten Klettersteig, ihre Aufwartung machen. Bereits beim Zustieg oberhalb des Frauenkarliftes waren ausgedehnte Schneefelder zu überwinden. Der folgende, sehr gut markierte Steig war dann vollkommen schneefrei. Kurz vor Beginn des Klettersteiges mussten wir jedoch eine Entscheidung treffen: Von unserem Standort aus sah der Abstieg über den Normalweg wegen des vielen Schnees äußerst mühsam aus (welch ein Irrtum!!!). Die Wolken mahnten zu einer raschen Entscheidung. Schweren Herzens verzichteten wir auf den Weiterweg und damit auf den Gipfel und traten den Rückzug an. Der Abend brachte dann ein heftiges Gewitter, das teilweise sogar zu kleineren Überflutungen führte.
Dem Käse auf der Spur – 29. Mai
Ausgehend vom Kloster in Schlierbach starteten wir zu einem Spaziergang über Wiesen, Hügel und durch Wälder und folgten so der Spur des Käses. Auf informativen Tafeln wurde unterwegs die Entstehung der verschiedenen Käsesorten in dieser Region beschrieben. Der abschließende Einkauf im Klosterladen bildete dann auch den Abschluss dieses verlängerten Wochenendes.