Die Rieserfernergruppe liegt, wenig beachtet, im Nordosten Südtirols. Durch Das Reintal bildet die natürliche Begrenzung zu den Zillertaler Alpen im Norden, im Süden bildet das Antholzer Tal die Grenze. In die Schlagzeilen geraten ist die Rieserfernergruppe im März 2016 als ein Lawinenunglück sechs Todesopfer forderte. Die Hochgallhütte (auch Alte Kasseler Hütte oder Rif. Roma) stellt die einzige, zur Skitourenzeit geöffnete Unterkunft dar.
Teilnehmer: Ingo, Kurt, Manfred, Peter, Ossi
15. April 2016 – Hüttenanstieg
Hüttenanstieg
In den frühen Nachmittagsstunden starteten wir beim Gasthaus Säge, südöstlich von Rein i. Taufers. Etwa 1 Stunde mussten wir die Skier tragen ehe wir ausreichend Schnee vorfanden um sie als Fortbewegungsmittel einzusetzen. Bald darauf grüßte die Hütte freundlich von einem Geländevorsprung herunter. Nach einer weiteren Stunde konnten wir uns bereits dem Genuss des kühlen Bieres hingeben.
16. April 2016 – Magerstein (3.273 m)
Die Sicht wird schlechter
Das Wetter war gar nicht so schlecht als wir am Morgen zu unserer Tour starteten. Anfangs reichte die Sicht zur Orientierung ganz problemlos. Auch wiesen uns alte Spuren den Weg. Ab ca. 2.800 m verschlechterte sich die Sicht und der Blick auf unser GPS-Gerät war unerlässlich. Rund 50 m vor dem Gipfel mussten wir schließlich den Rückzug antreten. Durch die leicht angestiegene Temperatur konnten wir allerdings eine traumhafte Firnabfahrt genießen. Bereits wenige hundert Meter tiefer reichte auch die Sicht für beschwingte Abfahrtsfreuden wieder aus. Nach kurzem Zögern haben wir uns entschlossen, trotz der sehr schlechten Wetterprognose unseren ursprünglichen Plan weiter beizubehalten – also nochmals übernachten und morgen noch einen weiteren Gipfel versuchen.
17. April 2016 – Schneebiger Nock (3.358 m)
Noch reicht die Sicht
Kurz fuhren wir entlang des Hüttenaufstieges ab, errichteten unter einer Brücke ein Materialdepot mit all jeden Kleinigkeiten die wir während der Tour nicht benötigen würden und schlugen unseren Weg in Richtung Schneebiger Nock ein. Eine unangenehme lange Querung bildete den Auftakt ehe es galt ein ziemlich steiles Hochkar zu überwinden. Leider war die Sicht auch heute sehr eingeschränkt. Die Einschätzung des Geländes, besonders des Einzugsgebietes links und rechts der Route wurde immer schwieriger sodass wir uns sehr bald zum Rückzug entschließen mussten. Mindestens 350 Höhenmeter trennten uns noch vom Gipfel als wir die Felle in den Rucksack stopften und unsere Spuren talwärts zogen.