﻿{"id":4167,"date":"2020-07-15T16:37:39","date_gmt":"2020-07-15T14:37:39","guid":{"rendered":"http:\/\/bergundwasser.at\/?p=4167"},"modified":"2020-10-04T23:55:43","modified_gmt":"2020-10-04T21:55:43","slug":"picos-de-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergundwasser.at\/?p=4167","title":{"rendered":"Picos de Europa"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Skitourenwoche vom 7. &#8211; 14. M\u00e4rz 2020 im Kantabrischen Gebirge (Norspanien).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Alpen gibt es leider keine einsamen Skitouren mehr. Wer in den Picos de Europa unterwegs ist findet jede Menge einsamer Ziele und weitgehend unverspurte H\u00e4nge. Dann und wann begegnet man einem einheimischen Skitourengeher oder einer alpinen Einsatzgruppe der guardia civil. Ansonsten herrscht hier eher Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/DSC00313-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/DSC00313-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4221\" srcset=\"https:\/\/www.bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/DSC00313-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/DSC00313-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/DSC00313-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/DSC00313-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/DSC00313-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ausgangsorte:<\/strong> Im S\u00fcden Potes bzw. Fuente D\u00e9, im Norden Sotres.<br><strong>Teilnehmer:<\/strong> Anna, Daniela, Sylvia, Christoph, Manfred, Much, Ossi E. Peter E., <strong>Peter S. Ossi H.<\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herrliche Skih\u00e4nge unter s\u00fcdl. Sonne.<br>Bild zum Vergr\u00f6\u00dfern anklicken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/photos.app.goo.gl\/tHD4E7W9SqEvFbhb7\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/photos.app.goo.gl\/tHD4E7W9SqEvFbhb7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zum Fotoalbum<\/a><\/p>\n\n\n<p><!--more Hier kannst du weiterlesen--><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Picos de Europa sind ein schroffes Kalksteinmassiv in Nordspanien. Wer die Picos im Sommer gesehen hat kommt kaum auf die Idee die Berge mit den Skiern zu erkunden. Wer sich damit zufrieden gibt, dass so manche Skitour nicht auf einem Gipfel sondern in einer Scharte endet wird f\u00fcr die, meist gar nicht so gro\u00dfen Anstiegsm\u00fchen, reichlich belohnt. Ihren Namen verdanken die Picos der christlichen Seefahrt. Die h\u00f6chsten Spitzen waren die ersten Anzeichen, die den fr\u00fchen Seeleuten die N\u00e4he des europ\u00e4ischen Festlandes anzeigten. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Picos de Europa ist Nationalpark. Abgesehen von einigen eher einfachen H\u00fctten und ein paar markierten Wanderwegen ist das Gebirge weitgehend unerschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anreise:<\/strong> Flug von M\u00fcnchen nach Bilbao.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unterk\u00fcnfte:<\/strong> Nur wenige km n\u00f6rdl. von Potes fanden wir im Hotel \u201ePosada El Corcal de Li\u00e9bana\u201c eine vorz\u00fcgliche Bleibe f\u00fcr die ersten Tage. Sp\u00e4ter \u00fcbersiedelten wir nach Sotres um auch den n\u00f6rdlichen Teil der Picos zu erkunden. Dort sind wir im \u201eHotel Rural Casa Cipriano\u201c abgestiegen. Der Inhaber, ein gepr\u00fcfter Bergf\u00fchrer (obschon man ihm das nicht mehr ansieht) spricht hervorragend Englisch und ist ein Garant f\u00fcr wertvolle Tourentipps.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Touren:<\/strong> Ein ungew\u00f6hnlich schneearmer Winter \u2013 die Einheimischen waren der Meinung, dass es so wenig Schnee w\u00e4hrend der letzten 50 Jahre noch nie gegeben hat \u2013 machte die Auswahl gar nicht so einfach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>8. M\u00e4rz 2020 &#8211; Pe\u00f1a del Portillo de las Yeguas (2.129 m)<\/strong><br>Grunds\u00e4tzlich sah die Gipfelkette ja sehr gut aus. Leider zeiget sich aber sehr bald dass die Schneemenge f\u00fcr eine gen\u00fcssliche Abfahrt dann doch nicht reichte. Ein eisiger Nieselregen, in der Gipfelregion, lie\u00df dann auch keine rechte Gipfelfreude aufkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>9. M\u00e4rz 2020 \u2013 Tiros Casares (ca. 2.400 m)<\/strong><br> Tiros Casares ist eine kleine, dem Te. del Hoyo Oscuro vorgelagerte Scharte. Da der Te. del Hoyo Osruco f\u00fcr eine Skitourengruppe ohne Kletterausr\u00fcstung kaum zu besteigen ist endete unsere Tour auf dieser Scharte. Aufstieg und Abfahrt f\u00fchrten durch den Canal de San Luis. Die Tour ist auch unter Einheimischen Bergsteigern recht beliebt. Trotzdem kann man die paar Leute, die uns begegneten, nicht mit den nahezu schon unertr\u00e4glichen Menschenmassen auf unseren heimischen Skitouren vergleichen. Much, Peter, Manfred und Ossi E. fanden dann, w\u00e4hrend der Abfahrt doch noch einen Gipfel den sie mitnehmen wollten. Sie haben also nochmals aufgefellt und eine wunderbare steile Abfahrt genossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>10. M\u00e4rz 2020 \u2013 Te. de los Hdos. Rojos (2.253 m)<\/strong><br>Eine v\u00f6llig unsinnige Fehleinsch\u00e4tzung hat uns diesen wunderbaren Gipfel gekostet. Unterhalb der Abzweigung zur Ag. Canalone, auf einer wunderbaren Kuppe mussten wir feststellen dass uns von unserem Ziel eine Zwischenabfahrt trennte. Die Temperatur war beinahe schon sommerlich und so entschlossen wir uns die H\u00e4nge, die wir bis hierher aufgestiegen sind, bei noch makellosem Firn, gleich wieder abzufahren. Vermutlich w\u00e4re die Schneequalit\u00e4t aber w\u00e4hrend des Tages kaum schlechter geworden \u2013 also h\u00e4tten wir die gut 1 \u00bd Stunden, die uns noch vom Gipfel trennten ruhig investieren k\u00f6nnen. Am sp\u00e4ten Nachmittag \u00fcbersiedelten wir dann nach Sotres.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>11. M\u00e4rz 2020 \u2013 Sagrado Corazon (2.214 m)<\/strong><br> In einem \u201cnormalen\u201d Winter kann man beim Parkplatz in Jito del Escarandi, auf ca. 1.200 m, die Ski anziehen. In diesem Jahr mussten wir die Ski zun\u00e4chst allerdings einmal ca. 45 min. bis zur H\u00fctte Caseton de Andara tragen. Nachdem wir die Ski endlich anziehen konnten galt es zun\u00e4chst ein Joch (Collado de la Aldea) zu erreichen, von dem aus wir unser Gipfelziel sahen. Der Anblick war niederschmetternd! Erst auf den dritten oder vierten Blick zeigte sich, dass eine breite, gut mit Schnee gef\u00fcllte Mulde wohl doch einen Anstieg zum Gipfel und dann auch eine genussvolle Abfahrt erm\u00f6glicht. Trotz der M\u00fchen des An- und dann auch Abstieges (Ski am Rucksack) war die Tour, bei denkbar besten Schneeverh\u00e4ltnissen, \u00fcberaus lohnend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>12. M\u00e4rz 2020 \u2013 dichter, nahezu undurchdringlicher Nebel und Regen<\/strong><br>An eine Skitour war nicht zu denken. Mit stundenlangen Kartenspielen verging der Tag allerdings dann doch sehr am\u00fcsant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obschon wir von den Berichterstattungen im spanischen Fernsehen kaum ein Wort verstanden haben wurde uns klar, dass die Coronakrise mittlerweile halb Europa erfasst hat. Viele europ\u00e4ische L\u00e4nder schlossen ihre Grenzen. In unserer Gruppe machte sich Unsicherheit breit und so entschlossen wir uns unseren Urlaub vorzeitig zu beenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>13. M\u00e4rz 2020 \u2013 das Wetter bessert sich<\/strong><br>R\u00fcckfahrt nach Bilbao und Umbuchung des Fluges (unser urspr\u00fcnglicher Flugtag war ja der 14. M\u00e4rz). Bei einem k\u00f6stlichen gemeinsamen Mittagessen in einem tollen Fischrestaurant am Meer haben wir die Tage in Spanien ausklingen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Skitourenwoche vom 7. &#8211; 14. M\u00e4rz 2020 im Kantabrischen Gebirge (Norspanien). In den Alpen gibt es leider keine einsamen Skitouren mehr. Wer in den Picos de Europa unterwegs ist findet jede Menge einsamer Ziele und weitgehend unverspurte H\u00e4nge. Dann und wann begegnet man einem einheimischen Skitourengeher oder einer alpinen Einsatzgruppe der guardia civil. 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