﻿{"id":2351,"date":"2017-07-21T13:17:21","date_gmt":"2017-07-21T11:17:21","guid":{"rendered":"http:\/\/bergundwasser.at\/?p=2351"},"modified":"2017-07-21T13:19:25","modified_gmt":"2017-07-21T11:19:25","slug":"hochtourenkurs-oetztaler-alpen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergundwasser.at\/?p=2351","title":{"rendered":"Hochtourenkurs &#8211; \u00d6tztaler Alpen"},"content":{"rendered":"<p>9. bis 13. Juli 2017<br \/>\nHochtouren sind auch im Sommer eine nicht zu untersch\u00e4tzende Herausforderung. Voraussetzung sind umfassende alpine Kenntnisse, sowohl im Fels als auch im Eis. Der dramatische R\u00fcckgang der Gletscher macht diese Art von Touren nicht einfacher. Durch zunehmende Ausaperung von, teils sehr br\u00fcchigen Felsbereichen wird nicht nur die Ersteigung so manches Gipfels schwieriger sondern steigt auch die Steinschlaggefahr an. Bei unserem Hochtourenkurs haben wir versucht all jene F\u00e4higkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, die erlebnisreiche und weitgehend risikoarme, einfache Hochtouren erfordern. <!--more weiterlesen--><\/p>\n<p><strong>Ausgangsort:\u00a0<\/strong> Vent \u2013 Rofenh\u00f6fe. Als St\u00fctzpunkt diente uns die Vernagth\u00fctte (2.755 m)<\/p>\n<p><strong>Teilnehmer:\u00a0<\/strong> Conny, Diana, Niki, Susi, Alex.<\/p>\n<p><strong>Kursleitung:\u00a0<\/strong> Oswald Helm<\/p>\n<figure id=\"attachment_2352\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2352\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 150px\"><a href=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2352 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2352\" class=\"wp-caption-text\">Aufstieg zur H\u00fctte<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>9. Juli 2017<\/strong><br \/>\nNach einem gem\u00fctlichen Aufstieg \u2013 die schweren Rucks\u00e4cke schwebten mit der Materialseilbahn zur H\u00fctte \u2013 bei bestem Wetter standen auch gleich die ersten Ausbildungseinheiten auf dem Programm: Ausr\u00fcstung. Dabei wurde nicht nur auf die Besonderheiten der Hochtourenausr\u00fcstung eingegangen sondern auch die Steigeisen an die Schuhe angepasst. Danach wurden noch zahlreiche Knoten erlernt und ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2353\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2353\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 150px\"><a href=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2353 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2353\" class=\"wp-caption-text\">Aufstieg zur Schwarzwandspitze<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>10. Juli 2017<\/strong><br \/>\nTourenziel des heutigen Tages war die Schwarzwandspitze (3.466 m). Im Zuge des Aufstieges wurde das Gehen mit Steigeisen und die Bildung und das Verhalten von Gletscherseilschaften ge\u00fcbt. Leider endete die Tour, wegen der schlechten Verh\u00e4ltnisse, ca. 150 m unterhalb des Gipfels auf einem aussichtsreichen, \u00fcberfirnten Joch. Der weitere Anstieg zum Gipfel war steil, \u00e4u\u00dferst br\u00fcchig und bot kaum brauchbare Sicherungsm\u00f6glichkeiten. W\u00e4hrend des Abstieges bauten wir noch mit Hilfe von Eisschrauben Verankerungen im Eis und mit Hilfe eines T-Ankers im Firn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2354\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2354\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 150px\"><a href=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/3.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2354 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/3-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2354\" class=\"wp-caption-text\">Am Oberen Guslarjoch<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>11. Juli 2017<\/strong><br \/>\nNach n\u00e4chtlichen Regenschauern verlie\u00dfen wir die H\u00fctte in Richtung unseres heutigen Tageszieles, dem Fluchtkogel (3.500 m). Am Guslarferner galt es zun\u00e4chst einigen Gletscherspalten auszuweichen und dann noch den gut verfirnten, am Schluss ziemlich steilen, Hang zum Oberen Guslarjoch zu \u00fcberwinden. Am Joch selbst boten sich sehr gute Bedingungen um die Bergung aus einer Gletscherspalte mit Hilfe der losen Rolle zu erlernen und zu \u00fcben. Leider bildeten sich, noch w\u00e4hrend unserer \u00dcbungen drohende Wolkent\u00fcrme. Frischer Wind kam auf und so entschlossen wir uns schweren Herzens, auch heute, auf den Gipfel zu verzichten. Leider stellte sich diese Entscheidung sp\u00e4ter als unbegr\u00fcndet heraus. Ein paar Regentropfen fielen erst in den sp\u00e4teren Abendstunden. Abends stand dann noch Orientierung mit Karte und div. technischen Hilfsmitteln auf dem Programm.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2355\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2355\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 150px\"><a href=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/4.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2355 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/4-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2355\" class=\"wp-caption-text\">Die &#8222;Walch-Sisters&#8220;, Mittl. Guslarspitze<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>12. Juli 2017<\/strong><br \/>\nDie heutige kurze Tour auf die Mittlere (3.128 m) und Hintere Guslarspitze (3.147 m) stand ganz im Zeichen der Orientierung. Der Anstieg zu den Gipfeln war eine h\u00fcbsche Wanderung ohne Gletscherbegehung, bot aber immer wieder interessante M\u00f6glichkeiten das Gel\u00e4nde mit der Karte zu vergleichen und grobe Berechnungen \u00fcber die noch zur\u00fcckzulegende Wegstrecke und die Gehzeit anzustellen. In den Nachmittagsstunden wurde, wieder im Nahebereich der H\u00fctte das aktive, gesicherte Abseilen und die Selbstrettung aus einer Gletscherspalte mit Hilfe der \u201eM\u00fcnchhausentechnik\u201c erlernt. Abends besch\u00e4ftigten wir uns mit Tourenplanung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2358\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2358\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 150px\"><a href=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/5.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2358 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/bergundwasser.at\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/5-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2358\" class=\"wp-caption-text\">Fr\u00f6hliche Gesichter (Hochvernagtspitze)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>13. Juli 2017<\/strong><br \/>\nDer letzte Kurstag erwartete uns nach einer st\u00fcrmischen Nacht mit feinem Nieselregen und Nebelfetzen. Mit wenig Lust machten wir uns auf den Weg zur Hochvernagtspitze (3.530). Anfangs folgten wir dem Weg zur Wildspitze, verlie\u00dfen diesen jedoch auf ca. 3.000 m um \u00fcber den Gro\u00dfen Vernagtferner in nordwestlicher Richtung unserem Ziel zuzusteuern. Der anfangs v\u00f6llig blanke und vereinzelt bis zu 30\u00b0 steile Gletscher bot wunderbare M\u00f6glichkeiten, die in den letzten Tagen erlernten Gehtechniken mit den Steigeisen anzuwenden. Sobald sich der, sp\u00e4ter gut \u00fcberfirnte Gletscher zur\u00fccklegte lauerten einige, kaum erkennbare, Gletscherspalten und mahnten zur Vorsicht. Ca. 150 m unterhalb des Gipfels lie\u00dfen wir die Steigeisen zur\u00fcck und steuerten \u00fcber loses Ger\u00f6ll und Blockwerk den Gipfel an. Das Wetter hatte sich mittlerweile gebessert. Langsam gewann die Sonne die Oberhand \u00fcber den Nebel und die Wolken. Mittlerweile war allerdings die Schneedecke stark durchweicht. Der teilweise ziemlich spaltige Gletscher erforderte volle Konzentration und gr\u00f6\u00dfte Vorsicht. Zur\u00fcck auf der H\u00fctte st\u00e4rkten wir uns nochmals mit k\u00f6stlichen Mehlspeisen und Kaffee ehe wir den Abstieg ins Tal in Angriff nahmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9. bis 13. Juli 2017 Hochtouren sind auch im Sommer eine nicht zu untersch\u00e4tzende Herausforderung. Voraussetzung sind umfassende alpine Kenntnisse, sowohl im Fels als auch im Eis. Der dramatische R\u00fcckgang der Gletscher macht diese Art von Touren nicht einfacher. 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