Skitourenwochenende im Gailtal

 

Skitouren in Osttirol vom 25. bis 27. Feb. 2022
Hoher Bösring (2.324 m)
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Bei ausreichender Schneelage bietet das Gailtal eine Vielzahl von sehr lohnenden Skitouren. Leider war die Schneelage in diesem Jahr sehr gering. Zwei Touren sind trotzdem gelungen.
Teilnehmer Birgit, Manfred, Peter, Ossi H. und Mara
Quartier: Hotel Cis (sehr zu empfehlen) in Kartitsch.
Höhenunterschied: bis zu ca. 1.000 Hm
Distanz unterschiedlich
Schwierigkeit II bis III

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Das waren unsere Touren

  1. Feb. 2022 – Anreise

Die Anreise durch das Wipp- und Pustertal ließ unsere Hoffnungen auf brauchbaren Schnee immer mehr schwinden. Die Landschaft präsentierte sich braun in braun. Allerdings konnte schattseitig immer wieder Schnee “entdeckt“ werden. Im Gailtal erlebten wir ein komplett konträres Bild: sonnseitig schneefrei bis auf 2.000 m und darüber, schattseitig genügend Schnee für Skitouren bis ins Tal. So schienen zumindest die nordseitig exponierten Schitouren durchführbar. Die gewählte Unterkunft erwies sich als Glücksgriff: ein Sommelier, der das ehemalige Panoramahotel CIS in Kartitsch als B’n’B führt, erwies sich als hervorragender Gastgeber.

  1. Feb. 2022 – Öfenspitze (2.334 m)

Der Start erfolgte kurz unterhalb des Kartitscher Sattels. Nachdem ein kurzes Stück der Rodelbahn bewältigt wurde, folgten wir der Aufstiegsspur in den Wald. Nach der Überwindung des Waldes konnte der weitere Aufstieg in vielversprechendem Schnee erfolgen – leider entpuppte sich diese Hoffnung schlussendlich als Trugschluss. Der Aufstieg auf den Gipfel, der im oberen Bereich stark abgeblasen war, gelang problemlos. Obwohl der Ausblick vom Gipfel auf die möglichen Abfahrtshänge vielversprechend war, fanden wir nur beinhart gepressten Schnee, besten Plattenpulver und selten etwas Pulverschnee vor. Trotz der schlechten Schneequalität hat uns das Panorama dieser Skitour entlohnt.

  1. Feb 2022 – Hoher Bösring (2.324 m)

Wer dachte, dass am Vortag bereits das Schlimmste erlebt wurde, wurde eines Besseren belehrt. Bereits während dem Aufstieg durch den Wald mussten wegen Schneemangel verbunden mit eisglatten Wanderwegen die Skier abgeschnallt werden. Nach dieser Tragestrecke gelangten wir wieder auf den Forstweg, dem wir bis zu einer gemütlichen Hütte, die zu einer Rast einlud, folgen konnten. Anschließend folgten wir den teilweise komplett vereisten Aufstiegsspuren, die uns zur Baumgrenze führten. Oberhalb der Baumgrenze sahen die Schneeverhältnisse nicht unbedingt vielversprechend aus. So entschlossen wir uns, am Zwiesel (2.089 m, ca. 250 HM unterhalb des Gipfels) unsere Tour abzubrechen. Die vorgefundenen Abfahrtsbedingungen haben unsere Entscheidung bestätigt – neben den bereits pistenartig angefahrenen und beinharten Abfahrtsspuren gab es nur Plattenpulver erster Güte.

Zusammenfassung

Das Wochenende zeigte, dass das Gailtal wunderbare Ziele für Ski- und Bergtouren sowie Bergwanderungen bietet. Wir hatten nur das Pech, dass die Schneequalität nicht annähernd unsere Erwartungen erfüllte.